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PERSON(EN): Tscherkazjanowa I. W.

Rasskaz «Pitomcy»: pravda i vymysel o «pitomničeskom promysle» peterburgskih kolonistov // Nemcy v Sankt-Peterburge (XVIII-XX veka). Vyp. 12. SPb, 2019.

VERLEGER, ERSCHEINUNGSJAHR: SPb, 2019.

UMFANG/FORMAT: S. 304-324.

SPRACHE(N): Russisch

MATERIALART: Artikel

BIBLIOGRAFISCHE BESCHREIBUNG: Rasskaz «Pitomcy»: pravda i vymysel o «pitomničeskom promysle» peterburgskih kolonistov / I.V. Čerkaz′ânova // Nemcy v Sankt-Peterburge (XVIII-XX veka). Vyp. 12. SPb, 2019. S. 304-324.

Der Artikel befasst sich mit dem Thema der Pflege von Waisen aus dem St. Petersburger Pflegeheim in den deutschen Kolonien im 19. Jahrhundert. Herangezogen wurden offizielle Quellen, die Kurzgeschichte “Zöglinge” und die Erinnerungen der Schriftstellerin E.I. Zarina. Seit 1821 wurde das sogenannte Geschäft mit Pflegekindern, das unter den Bauern im russischen Nordwesten praktiziert wurde, in deutschen Kolonien übernommen. Die Einwohner der Handwerkskolonie Friedental waren die ersten, die Jugendliche in der Weberei einzusetzen begannen. In anderen Kolonien wurden Zöglinge in der Landwirtschaft beschäftigt. Kinder unter 12 Jahren wurden nicht zur Pflege in die Kolonien gegeben. Pflegekinder blieben bei ihren Pflegeeltern bis zum Erwachsenenalter. Sie erhielten Kleidung, Nahrung und Grundschulbildung. Das Ziel des Pflegesystems war die Vorbereitung der Kinder auf den Eintritt in den Stand der freien Bauern. In den Städten wurden sie zum Kleinbürgertum gezählt. In Kolonien wurden in verschiedenen Jahren zwischen mehreren Dutzenden und knapp 700 Kinder gepflegt. Die Quellen beschreiben ein zentralisiertes System der Auswahl und Verteilung der Kinder auf die Kolonien, ihre Beschäftigungen und Lebensbedingungen. Die Geschichte “Zöglinge” zeigt das grundlegende Problem der unehelichen Kinder in den Dörfern, gleichzeitig analysiert sie kritisch die Verzerrung der Tatsachen und den Wunsch, die negative Wahrnehmung der deutschen Bevölkerung in der Öffentlichkeit zu verstärken.


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