PERSON(EN): Nachtigal R.
Die deutsche Kolonie Alexandrowka bei Ejsk (Nordkuban). Eine Erfolgsgeschichte im späten Zarenreich // Ežegodnik MAIIKRN. – 2020. - № 8(2). - S. 6-24.
VERLEGER, ERSCHEINUNGSJAHR: Moskva, 2020.
SPRACHE(N): Englisch
MATERIALART: Artikel
BIBLIOGRAFISCHE BESCHREIBUNG: The German Colony of Alexandrovka at Yeisk (Northern Kuban). A success story in late Tsarist Russia / R. Nachtigal // Ežegodnik MAIIKRN. – 2020. - № 8(2). - S. 6-24.
Die Koloniestudie beruht auf verstreuten Daten, die ein ehemaliger Bewohner der bei der Hafenstadt Ejsk
am Asowschen Meer gelegenen deutschen Kolonie Alexandrovka, Albert Lenz, zu einer Koloniechronik
zusammengefasst hat. Er ist 2012 in Deutschland verstorben und hat seine Aufzeichnungen zur weiteren
Nutzung zur Verfügung gestellt. Ergänzt werden seine Ausführungen durch wenige publizierte Quellen
und einige jüngere Studien, die meist aber die Großregion „Priazov’e“, russische Schwarzmeerküste und
Kubangebiet (Prikuban’e) behandeln. Wie die deutsche Nachbarkolonie Michaelstal–Voroncovka verdankt
Alexandrovka seine Entstehung der Gründung der Hafenstadt Ejsk im Jahre 1848. Einige untypische
Merkmale im rasch prosperierenden Wirtschaftsleben der Kolonie rücken diese in das Interesse
der Forschung. Früh schon spielte eine extensive Viehwirtschaft die erste Rolle vor dem Anbau von
Getreide, das über den Hafen Ejsk exportiert wurde, mit dem die Ejsker Kolonien in Verbindung standen:
Er ermöglichte die rasante Entwicklung der Kolonie, wie auch die Stadt von den Erzeugnissen der Kolonie
profi tierte. Wurden die vermögenden Kolonisten von Alexandrovka schon von der Kollektivierung schwer
getroffen, so erlosch 1937 im Zuge der „Deutschen Operation“ der deutsche Charakter der Kolonie
weitgehend. 1941 wurden die verbliebenen deutschen Bewohner nach Sibirien deportiert.
Lesesaal des Internationalen Verbandes der deutschen Kultur im Deutsch-Russischen Haus Moskau
Sachgruppe: Sammelbänder wissenschaftlicher Konferenzen
Standort
