PERSON(EN): Eisfeld A.
Pereselenie v Rossij iz gessenskih gosudarstv (1764–1767) v kontekste migracionnyh processov XVIII v. // Obrazovanie, žizn′ i sud′ba nemeckih poselenij v Rossii: materialy 15-j Meždunarodnoj naučno-praktičeskoj konferencii, Marks, 5-9 avgusta 2015 g. - S.19-30.
VERLEGER, ERSCHEINUNGSJAHR: Moskva : MSNK-press, 2016.
SPRACHE(N): Russisch
ISBN: 978-5-9907-537-4-7
MATERIALART: Artikel
BIBLIOGRAFISCHE BESCHREIBUNG: Pereselenie v Rossij iz gessenskih gosudarstv (1764–1767) v kontekste migracionnyh processov XVIII v. / A. Eisfeld // Obrazovanie, žizn′ i sud′ba nemeckih poselenij v Rossii: materialy 15-j Meždunarodnoj naučno-praktičeskoj konferencii, Marks, 5-9 avgusta 2015 g. - Moskva : MSNK-press, 2016. - S.19-30.
Die Migration hat unter der Bevölkerung der hessischen Staaten und Territorien
im 18. Jahrhundert, hervorgerufen durch eine schwierige wirtschaftliche
Lage infolge wiederholter Missernten und der Erschöpfung der Ressourcen
während des Siebenjährigen Krieges, bedeutende Ausmaße angenommen.
Vorwiegend waren es eine saisonale Wirtschaftsmigration und die Auswanderung
in entvölkerte Randgebiete europäischer Staaten und nach Nordamerika.
Im 18. Jahrhundert gewann die Peuplierungstheorie als Mittel zur Steigerung
des Wirtschaftspotentials eines Staates an Popularität und führte zu Beschränkungen
für die Auswanderung von Untertanen über die Landesgrenzen. Gegen
Mitte des 18. Jahrhunderts richteten sich bedeutende Migrationsströme aus
Zentraleuropa nach Ungarn, Preußen, Nordamerika und Dänemark. Den Umsiedlern
wurden Privilegien gewährt (persönliche Freiheit, Religionsfreiheit, freie
Berufswahl, Befreiung vom Militärdienst und von Abgaben für längere Zeit).
Die ausländische Kolonisation bekam in Russland in der ersten Hälfte des
18. Jahrhunderts keine bedeutende Entwicklung. Nach der Thronbesteigung
von Katharina II. begann Russland mit anderen Staaten bei der Anwerbung
von ausländischen Kolonisten zu konkurrieren. Es nutzte dabei die Erfahrungen
europäischer Staaten und gewährte den Umsiedlern bedeutende Privilegien.
In den Jahren 1764–1767 gelang es in das Wolgagebiet und andere Regionen
ca. 30 000 Personen umzusiedeln. Unzureichende Ressourcen, Gegenmaßnahmen
deutscher Staaten und mangelhafte Vorbereitung für eine breit angelegte
Aufnahme von Kolonisten haben die Anwerbung und Umsiedlung vorübergehend
unterbrochen.
Lesesaal des Internationalen Verbandes der deutschen Kultur im Deutsch-Russischen Haus Moskau
Sachgruppe: Sammelbänder wissenschaftlicher Konferenzen
Standort
